15. VIENNA BLUES SPRING

20. März – 30. April 2019

Das in der Tat weltberühmte Blues-Festival hat auch im 15. Jahr ein feines Potpourri aus Legenden, Newcomern und lokalen Größen am Start.

Wie gewohnt ist auch heuer wieder der Wiener Reigen das Zentrum des Geschehens, weitere Konzerte finden im Theater Akzent, im Haus Der Musik und im Mozarthaus Vienna statt.

Eröffnet wird das Festival traditionell mit der Open House Blues Session im Reigen, zum Aufwärmen gewissermaßen, am 19. März, tags darauf geht’s mit dem finnischen Powertrio MICKE & LEFTY FEAT. CHEFso richtig los.

Raphael Wressnigist eines der Aushängeschilder der österreichischen Blues-Szene, der am 23. März quasi ein „Heimspiel“ gibt..

Mike Zito, einer der derzeit angesagtesten Blues-Gitarristen, war bereits mit dem RUF Blues Caravan am ViennaBluesSpring zugange, am 27. März beehrt er uns mit eigener Band.

Er ist der letzte echte „Louisiana Bluesman“: Lil‘ Jimmy Reed. Eigentlich heißt er ja Leon Atkins; als er einmal für Jimmy Reed, den viele für einen der bedeutendsten Blues-Musiker ever halten, für einen Gig einspringen musste, war das Publikum von Atkins so begeistert, dass er forthin als „Lil‘ Jimmy Reed“ galt. Geboren in den späten 1930ern in einem kleinen Kaff am Ufer des Mississippi, aufgewachsen neben einem Bluesclub, baute er sich mit sechs Jahren aus einer Zigarren-Kiste seine erste Gitarre. Als Jugendlicher tourte er durch den Süden der Staaten. Dann der Dienst in der Army, und nachher mit allen Größen wie B.B. King auf der Bühne. Mit dem großen Blues-Revival in England der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde Lil‘ Jimmy Reed auch in Europa eine Größe. Pflichttermin: 28. März!

Die Jaggers sind offenbar eine hochmusikalische Familie. Mick ist ja hinlänglich bekannt, sein jüngerer Bruder Chris (zählt immerhin auch schon 71 Lenze …) machte auch schon mit diversen Tonträgern und Auftritten auf sich aufmerksam, und jetzt ist Mick’s Neffe John Jagger an der Reihe: Er kommt als Stargast der VARGAS BLUES BAND am 30. März in den Reigen.

Steve Guyger (diesmal mit Kai Strauss, am 26. März) und Larry Garner (wieder mit Norman Beaker, am 2. April) sind fast schon Fixpunkte im Programm des ViennaBluesSpring.

Der finnische Gitarrist Ben Granfelt kann auf eine äußerst spannende Vita verweisen: Von den LENINGRAD COWBOYS über die GRINGOS LOCOS und die GUITAR SLINGERS bis hin zu den Jahren als Sidekick von Andy Powell bei WISHBONE ASH, nun solo ebenso erfolgreich mit der BEN GRANFELT BAND zugange - Pflichttermin am 3. April!

Und dass der Blues keinesfalls ausschließlich eine Männer-Domäne ist, beweist auch diesmal wieder die junge Vanja Sky – 2018 war sie noch mit dem RUF Blues Caravan unterwegs, am 1. April kommt sie mit eigener Band. Apropos RUF Blues Caravan: der macht 2019 am 16. April im Reigen Station, einer der Stars wird Katarina Pejak sein! Und am 20. April steht die großartige Sue Foley hier auf der Bühne …

Die heimische Szene ist durch einige Projekte von Herby Dunkel ganz stark vertreten, am 23. April laden Helmut Bibl & Conrad Schrenk zur "Gitarren Primetime" und unser texanischer Gitarren-Export Ulrich Ellisonist natürlich auch wieder Fixstarter (25. April). 

Die HAMBURG BLUES BAND hat wieder mal den unübertroffenen Chris Farlowe in ihren Reihen, die Verstärkung an der Gitarrenfront ist diesmal kein geringerer als Micky Moody (Ex-JUICY LUCY, SNAFU WHITESNAKE, SNAKECHARMER,…)  - 10. April, sollte man sich fett im Kalender anstreichen!

Die BLUES GIANTS (29. April) sollte man ebenfalls nicht versäumen – hier sind Größen wie Sugaray Rayford und Albert Castiglia mit von der Partie.

Und ein allerletzter Höhepunkt fast zum Schluss (30. April): Miller Anderson lieferte hier schon einige memorable Auftritte, diesmal zelebriert er „50 Jahre Woodstock“! Zur Erinnerung: Als Sänger und Gitarrist der KEEF HARTLEY BAND war er einer der Stars bei diesem legendären Festival. Worüber sich allerdings nur die 300.000 Besucher vor Ort freuen konnten; denn ihre Manager konnten sich mit dem Produzenten des Konzertmitschnittes nicht einigen. 50 Jahre danach bietet sich nun die Gelegenheit, genau das Programm von damals zu hören. Verstärkt wird die Band durch eine Horn Section. Das sollte man definitv nicht versäumen, bevor der 15. ViennaBluesSpring mit der traditionellen Young Blues Session endgültig ausklingt.

Zur Tradition gehört es mittlerweile auch, dass der Palmsonntag, das Theater Akzent und die Mojo Blues Band zusammen gehören. Am 14. April wird also auch 2019 Mastermind Erik Trauner wieder eine Blues-Gala vom Feinsten zelebrieren. Das diesjährige Motto: „The Blues had a Baby and they named it Rock’n’Roll – eine musikalische Reise von Robert Johnson bis Elvis Presley“. Als Stargäste haben sich u.a. Syndney Ellis und Pete Art angekündigt, weitere sind – wie immer bei Erik Trauner – zu erwarten!

Die drei Abende im Mozarthaus Vienna stehen unter dem Motto „Blues unplugged“: Diese Reihe eröffnen am 28. März die RANZLER, ein junges Saxofon-Quartett, mit ihrer neuen CD im Gepäck.  Hermann Posch kommt am 12. April gemeinsam mit Jimi Dolezal und Conny Schlegel.

Ein Blues- und Boogie-Abend darf natürlich nicht fehlen – für den 24. April hat Martin Pyrker, unterstützt von seiner Tochter Sabine, ein ganz besonderes Programm zusammengestellt.

Im Haus der Musik gehört die Bühne wieder einem ganz besonderen, für dieses Festival maßgeschneiderten Projekt: „PETER SCHRAMMEL BLUES FEAT. STELLA JONES“ – der letzte aus der legendären Schrammel-Dynastie kramte in seinen Erinnerungen und stieß dabei auf eine alte Schallplatte mit Blues-Nummern, die seine (leider schon verstorbene) Frau Christine Jones vor Jahrzehnten aufgenommen hatte. Gemeinsam mit Hermann Posch (git), Peter Strutzenberger (bass), Lennie Dixon (drums) und Paul Gritsch (sax) präsentiert Peter Schrammel am Klavier nun diese Songs neu arrangiert nun live und auch auf CD. Und Christines Tochter Stella singt …. Also: den 09. April für diese Premiere unbedingt vormerken!

Den Festival-Pass für die Reigen-Konzerte gibt es ebendort um wohlfeile 230 €, der 6er-Pass kostet 110 €.

Alle Infos www.viennabluesspring.at

Fotos: Ulrich Ellison by Tood V Wolfson, Miller Anderson by Dietmar Hoscher, RUF Blues Caravan by Sharik Derksen, Stella Jones by Elisabeth Handl