HÄLLAS Conundrum

Napalm Records

Wenn "Adventure Rock" so klingt - immer wieder gerne!

Als „Adventure Rock” bezeichnet dieses schwedische Quintett seine Klänge und meint damit wohl seine, durchaus „abenteuerliche“ Reise durch den Rockmusik-Kosmos. Diese entpuppt sich als überaus spannend und ist vor allem für den Connaisseur diverser „alter Helden“ von Interesse, zumal die eigenwilligen Skandinavier (man begutachte bei Belegenheit etwaige Band-Fotos….) kein Hehl aus ihren Inspirationsquellen machen.

Als solche lassen sich - wie schon auf der selbstbetitelten EP sowie dem vor zwei Jahren aufgelegten ersten Langeisen „Excerpts From A Future Past“ – vorwiegend WISHBONE ASH (man höre und bestaune die wunderbar „gedoppelten“ Harmonie-Gitarren), URIAH HEEP (das mitreißende Zusammenwirken von Orgel und Saiteninstrumenten lässt mehrfach an das Frühwerk von Mick Box und Co. denken) und BLUE ÖYSTER CULT (die mehr als nur dezent psychedelische Atmosphäre), aber auch Prä-Schenker-UFO heraushören, deren 'Prince Kajuku' erneut für einen längeren Besuch im Studio zu Gast war.

So weit, so unverändert, in Summe aber klingt die Truppe aktuell dennoch gehörig anders als zuvor. Nicht zuletzt deshalb, weil der Fünfer offenbar bemüht war an Hooks und einprägsamen Momenten zuzulegen. Mit Erfolg, denn die immer noch dazu verleitende Atmosphäre, sich von HÄLLAS auf einen musikgewordenen „Trip“ entführen zu lassen, funktioniert nun auch im „Kleinformat“, sprich mit einzelnen Songs. Dennoch ist auch für das thematisch eine Trilogie abschließende „Conundrum“ ein ganzheitliches Eintauchen in den Klang-Kosmos von HÄLLAS zu bevorzugen, weil die Wirkung der Klänge einfach intensiver ist.

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