HOME STYLE SURGERY Brain Drill Poetry

Metal On Metal Records

Frickel-Thrash mit Wucht und Klasse!

Seit 2008 treibt diese Truppe aus Lappland bereits ihr Unwesen im Underground, und konnte zumindest für ihr erstes Langeisen "Trauma Gallery", das 2018 in die Umlaufbahn gewuchtet wurde, auch schon einige Beachtung finden. Dass die Jungs zu diesem Zeitpunkt längst keine Newcomer mehr gewesen sind, hat man der Scheibe angehört, der Thrash Metal des Quintetts kam nämlich auf technisch überaus hohem Niveau aus den Boxen.

Die zehnjährige Übungsphase davor, in der neben einigen Demos auch zwei EPs aufgenommen wurden, dürfte sich demnach bezahlt gemacht haben. Aber auch nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums dürfte der Fünfer weiter konsequent an den Instrumenten geübt haben. Auf dem nun vorliegenden zweiten Dreher “Brain Drill Poetry“ zeigen sich HOME STYLE SURGERY nämlich abermals technisch verbessert.

Und das so sehr, dass es mittlerweile legitim ist, Referenzen wie REALM oder TOXIK in den Raum zu werfen, um den Stil des Fünfers zu beschreiben. Da sich die Burschen obendrein auch songschreiberisch gehörig steigern haben können, bleibt trotz aller technischen Finessen und teils wirklich schrägen Wechsel (auch VOIVOD lassen immer wieder grüßen!) etwas vom Material hängen.

Ziemlich viel, um genau zu sein, so hat die Formation mit dem 'Necrodecoration' den wahrscheinlich anspruchsvollsten und zugleich eingängigsten Techno Thrash-Track seit 'Mayday In Kiev' im Programm. Da Fronter Kami Launonen dabei auch seine Kompetenz in höchsten Lagen unter Beweis stellt, kommt man auf lange Sicht nicht daran vorbei HOME STYLE SURGERY auch Fans von WATCHTOWER zu empfehlen.

Die sollten in weiterer Folge auch mit weiteren abgefahrenen Hookline-geschwängerten Hämmern wie 'Petrified In Vertigo', 'Fade Into Grey‘, oder 'Exit Homunuculus', ihr Frickel-Glück finden.

Ein lässiges Gerät einer Formation mit einem ebensolchen Namen, und entsprechend gelungenem Artwork!

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