TIMECHILD And Yet It Moves

Mighty Music / Target Group / SPV

Schade, dass Galilei das nicht miterleben kann

 

 

Die während der letzten Monate ausgekoppelten Singles haben das Interesse an dieser im Vorjahr erst gegründeten Band gehörig geweckt. Die Erwartungshaltung allerdings ebenso, doch die aus durchaus erfahrenen dänischen Recken zusammengesetzte Formation konnte diese mit "And Yet It Moves" auf jeden Fall erfüllen

Ganz locker sogar, denn das Erstlingsalbum des vom früheren SEA-Frontmann Andres Folden Brink angeführten Quartetts lässt wohl für keinen Classic Rock-Liebhaber Wünsche offen. Die von Landsmann Soren Andersen druckvoll und trocken produzierte Scheibe enthält zwar in erster Linie Reminiszenzen an die Altvorderen des Hard Rock ('This Too Will Pass' etwa kommt mit URIAH HEEP-Reminszenz aus den Boxen), lässt aber auch eine hohe Affinität der Musiker zu aktuelleren Vertretern der Zunft erkennen.

Diesbezüglich sie das furzutrockene 'Children Of A Killing Sun' erwähnt, das in etwa klingt, als ob die eidgenössischen Kollegen von JACK SLAMER früheren KYUSS nacheifern würden. Aber auch ein Faible für diverse Grunge-Helden ist TIMECHILD anzumerken, wobei sich speziell der Einfluss von SOUNDGARDEN nicht verleugnen lässt. So gesehen passt es wohl ganz gut, dass Anders Vortrag in manchen Momenten einigermaßen an den jungen Chris Cornell erinnert.

Schade ist bloß, dass Galileo Galilei das nicht miterleben kann. Er hätte sich von seiner Inspiration zum Titel sicher gerne selbst überzeugt, und wohl ebenso begeistert mitgemacht! Bloß noch die Frage offen, ob TIMECHILD auch businesstechnisch "etwas bewegen" können.

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