Menschen, die “Waterloo Sunset” zu ihren Lieblingssongs zählen haben von Haus aus bei mir einen Stein im Brett und wenn es sich dabei um Colin Hay, ehemals Frontman der australischen Überflieger MEN AT WORK, handelt umso mehr. Die beiden Welthits “Down Under” und “Who Can It Be Now” sind fixer Bestandteil meiner persönlichen “Best of 80ies”-Playlist und auch des Mannes spätere Solo-Diskographie kann mit richtig edlen Songs aufwarten.
Der Tod der britischen Mersey Beat-Ikone Gerry Marsden (GERRY & THE PEACEMAKERS) war der Anlass, dass Colin, eigentlich gebürtiger Schottland und in der Kindheit ins Känguru-Land ausgewandert, seinen musikalischen Vorbildern Tribut zu zollen gedachte. Und die sind durchaus vielfältig: Neben Gerry’s Smoocher “Don’t Let The Sun Catch You Crying” finden sich hier unter anderem “Wichita Lineman” (Jimmy Webb), “Norwegian Wood” & “Across The Universe” von den Fab Four und die zeitlos charmante FACES-Hymne “Ooh La La” in vorrangig akustischer, spürbar ehrerbietiger Interpretation. Mit “Driving With The Brakes On” werden auch die schottischen Landleute DEL AMITRI zitiert, das definitve Highlight ist Colin’s Take von BLIND FAITH’s “Can’t Find My Way Home”, das hinsichtlich Gänsehaut-Faktor durchaus auf Augenhöhe mit dem Original ist.
Der perfekte Soundtrack für den lauen Spätsommerabend!