EDENBRIDGE Dynamind

Steamhammer / SPV / Hoanzl

Erfreulich Genre-untypisch

 

 

Respekt. Die oberösterreichische Symphonic / Melodic / Progressive Metal-Institution ist inzwischen bei ihrem zehnten Studioalbum angelangt und konnte sich damit weltweit eine getreue Fanbase erspielen. Wahrlich imposant, hält man sich vor Augen, dass EDENBRIDGE eigentlich erst knapp mehr als 20 Jahre existieren. Da Multi-Instrumentalist Lanvall, seine Ehefrau Sabine Edelsbacher und ihr Gefolge obendrein auch noch diverse Compilations zusammengestellt und drei Live-Scheiben aufgelegt haben, muss selbst der "Nicht-Fan" vor diesem Arbeitseifer und dieser Motivation den Hut ziehen!

Noch viel mehr aber davor, dass sich der Sound der Linzer seit jeher angenehm positiv von einem Großteil der ähnlich aufgestellten Konkurrenz unterscheidet. Während andere Bands für Arrangements sorgen, die jeglichen Anspruch wegrationalisieren um in Chart-taugliche Regionen vorzudringen, oder den viel zu sehr auf "Oper" getrimmten Damengesang in den Vorgrund mixen, war es bei EDENBRIDGE immer schon die Liebe zum Detail, die ihre Scheiben geprägt hat.

Daran hat sich auch auf "Dynamind" (cooles Wortspiel übrigens!) nichts verändert, es ist immer noch das perfekt ausbalancierte Zusammenspiel von Lanvall und seiner Herzdame, das die Scheibe prägt. Nicht minder essentiell ist einmal mehr auch die Gitarrenarbeit des Chefs und seines Kompagnons Domink Sebastian. Auch diese beiden harmonieren prächtig, nachzuhören unter anderem im schwer PINK FLOYD-lastigen 'The Last Of His Kind', oder dem keltisch-irisch inspirierten ‚On The Other Side‘.

Ebeneso wichtig scheint auch die abermalige Zusammenarbeit der Band mit Karl Groom gewesen zu sein. Die zahlreichen, feingliedrigen Details, die man erst nach dem x-ten Durchlauf findet, dürften erneut auf die Kooperation mit dem THRESHOLD-Recken in dessen "Thin Ice Studio" zurückgehen. Schlussendlich muss auch noch Mika Jussila erwähnt werden, der "Dynamind" abgemischt hat und die Scheibe zu einem echten Klangerlebnis werden hat lassen, das einmal mehr Band-typisch und auf Grund des kaum vorhandenen Kitsch-Anteils irgendwie angenehm Genre-untypisch geworden ist. Thumbs Up!

Wir verlosen drei CDs, Mail an office@musikatlas.at!

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