FORBIDDEN Forbidden

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Anders, aber trotzdem ein Hammer!

 

Natürlich gab es bereits im Vorfeld - und mit ziemlicher Sicherheit auch danach - jede Menge kritischer Stimmen, die FORBIDDEN zwar nicht die Daseinsberechtigung absprechen wollen, aber doch sehr harsche Worte für das vorliegende, selbstbetitelte Comebackalbum finden, schließlich ist „Veränderung“ nicht jedermanns Sache…..

Da sich Bandoberhaupt Craig Locicero und seine aktuelle Mannschaft jedoch von nichts und niemandem auch nur ansatzweise verunsichern haben lassen, sondern den eingeschlagenen Weg in aller Konsequenz fortgesetzt haben, ist "Forbiddden" nun also die erste Scheibe der Formation, auf der nicht Fronthüne Russ Anderson zu hören ist. Sein Nachfolger Norman Skinner, den man unter anderem von der nach ihm benannten Band sowie von den frühen IMAGIKA-Alben her kennt und zu schätzen (oder eben nicht) weiß, hat jedenfalls definitiv einen guten Job abgeliefert, und lässt seine, mitunter als zu schrill und aufdringlich empfundenen Stimmbänder nach allen Regeln der Kunst vibrieren.

Nicht zuletzt deshalb war auch von Vorneherein klar, dass wir kein zweites "Forbidden Evil" kredenzt bekommen würden. Erst recht nicht, weil sich die kalifornische Thrash-Legende auch stilistisch keineswegs ausschließlich an ihrem Frühwerk orientiert hat, sondern offenbar bestrebt war, die Essenz der technisch anspruchsvollen Thrash-Variante der Band-Frühzeit mit dem giftig-groovigen Material der Mid-90er ("Green", anyone?) und dem teils sehr abgedrehten Material des letzten Studiodrehers "Omega Wave" (2010) unter einen Hut zu bringen. Und genau das ist FORBIDDEN tadellos gelungen, weshalb der aktuelle Dreher auch definitiv anders klingt, als man es sich als Fan der ersten beiden Scheiben vielleicht erhofft hatte. Dennoch steht es außer Frage, dass sich "Forbidden" perfekt in das Portfolio der, seit jeher sträflich unterbewerteten Truppe einfügt.

Mal schauen, was die Zukunft von und für FORBIDDEN bringen wird, mit Tracks wie "Divided By Zero", " Flower Of Life", oder dem überraschend melodisch ausgefallenen "Burning The Lungs Of Earth" hat das Quintett auf jeden Fall erneut einige potentielle Live-Abräumer im Talon, die für tobende Zuseherscharen (und angeknackste Nackenwirbel…) sorgen werden. Welcome Back, Gentlemen!

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