Diesen fünf Männern aus Göteborg liegt seit jeher jedwede Anbiederung an Trends fern. Das ist noch immer so, wie nicht erst nach einem ersten Höreindruck ihres mittlerweile siebenten Langeisens nachzuvollziehen ist, sondern bereits durch einen kurzen Blick auf das Cover. Der „Ram-Schädel“ auf dem Cover und auch der Titel "Against" dürften schließlich ausreichen, um selbst bislang nicht mit dem Material der Band vertraute Zeitgenossen annehmen zu lassen, dass hier eine Spaßband am Werk wäre. Das ist auch definitiv nicht der Fall, denn an der Einstellung zur Musik hat sich bei RAM offenbar ebenso wenig verändert wie an ihrer Herangehensweise beim Schreiben der Songs.
Dass der Bekanntheitsgrad des Quintetts im Lauf der über 25-jährigen Bandhistorie deutlich höher sein könnte, wenn sie von ihrem, durchaus auch von Sturheit geprägten Weg ab und an doch ein klein wenig abgewichen wären, mag sein. Doch mit dem Strom zu schwimmen, kam für diese Band noch nie in Frage, was die Fanbase einmal mehr zu schätzen wissen wird. Dass sich die Truppe speziell damit nicht nur Sympathiepunkte holen hat können, sondern zudem auch für ein hohes Maß an Eigenständigkeit gesorgt hat, fügt sich wunderbar in die unkonventionelle Präsentationsweise von RAM ein.
Daran ändert sich auch weiterhin nichts, auch wenn es klangtechnisch mittlerweile fast schon „rumpelig“ (bzw. in 80er-Demo-Manier) zugeht und die Songs im Vergleich zu den letzten Drehern auch deutlich reduzierter aus den Boxen gedonnert kommen. Das jedoch stört insofern nicht wirklich, da Nummern wie "Abbatoir", "Night Blade" oder auch "1984" (könnte durchaus programmatisch betrachtet werden…) nahezu alles besitzen, das es braucht, um als potentieller Headliner für zukünftige Metal-Festivals betrachtet zu werden!
www.facebook.com/RAMheavymetal

