SHINEDOWN Planet Zero

Warner

Are we heading for desaster?

Auf dem Vorgänger “Attention! Attention!” (2018) wurde psychische Verfassung und Drogenabhängigkeit thematisiert, jetzt nehmen SHINEDOWN Social Media und die damit verbunden Gefahren, die “cancel culture” und die stetig wachsende Intoleranz zugunsten persönlicher oder – gerade überaus aktuell – öffentlicher Interessen aufs Korn.

“Planet Zero” zeichnet das düstere Bild einer möglichen Zukunft, mit rigorosen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten, in der George Orwell’s “1984” im direkten Vergleich als heiteres Kinderbuch erscheint.

Frontman Brent Smith erschafft einen heimtückischen humanoiden Roboter, der den Zuhörer in ein gefahrvoll-bedrückendes Szenario entführt. Die Message lautet: Solange du nicht aufbegehrst wird’s dir gut gehen! Man kann des Sängers Zorn gegenüber dem symbolischen Ungetüm direkt verspüren während er verzweifelt versucht, die grundlegende menschliche Schönheit und Unschuld zu bewahren.

Starker Tobak, gekonnt in einem breiten Spektrum von hartem Riff-Rock bis hin zu sanften Klägen dargeboten. Songs wie “No Sleep Tonight”, “Dead Don’t Die” und “Clueless & Dramatic” zielen auf die Hartwurst-Fraktion ab während “Dysfunctional You”, “Hope” und “Daylight” die gemäßigteren Fans auf ihre Kosten kommen lassen.

Natürlich überaus provokant, zugleich total genial. Volle Punkte!

www.shinedown.com