Auch wenn die Wortkreation, die hier als Projekt- (oder gar Band-?)name dient, eigenwillig wirkt, bedarf es keiner großartigen Erklärung, um zu begreifen, worum es auf dem vorliegenden Album geht. Die von den beiden allseits bekannten Cracks Dan Reed und Tommy Thayer aus der Taufe gehobene Formation (die von Bassist Bengan Jonasson und Schlagzeuger Robert Mehmet Ikiz vervollständigt wird) scheint aus purem Spaß an der Arbeit ein Album aufgenommen zu haben.
Die Spielfreude des Vierers war dabei ebenso essenziell für das Gelingen, wie klarerweise auch die songschreiberische Kompetenz der Beteiligten. Ob man vom Label diesbezüglich auch noch Unterstützung erhalten hat, wurde zwar nicht bekannt gegeben, nötig gehabt dürften es die Protagonisten jedenfalls nicht haben.
Vor allem Dan Reed scheint sich hier regelrecht ausgelebt zu haben, so lässt nicht nur der programmatisch betitelte Opener ‚Funk Party‘ Erinnerungen an frühe DAN REED NETWORK-Elaborate aufkommen. Aber auch die Handschrift des KISS-Gitarristen Thayer ist zu erkennen, vor allem in jenen Nummern, wie etwa ‚Under The Gun‘, die eher im traditionellen Hardrock zu verorten sind. Da die beiden Herren obendrein aber auch ein feines Gespür für das Integrieren von poppigen Melodien besitzen, erweist sich „Shogun Mojo“ als abwechslungsreiches Ohrwurm-Sammelsurium.
Ob es wirklich nötig war, auch das nicht gerade selten gecoverte "In The Air Tonight" mit auf die Scheibe zu packen, sei dahingestellt. An der Tatsache, dass die Umsetzung an sich zwar durchaus gelungen ist, ändert das zwar ohnehin nichts. Allerdings hätte es mit Sicherheit auch zig andere Tracks gegeben, an sich die Herren versuchen hätten können. Den hohen Entertainment-Faktor des Albums ändert das jedoch nicht, weshalb zu hoffen ist, dass wir es bei SHOGUN MOJO nicht mit einem der berüchtigten „One-Album-Projekte“ zu tun haben.
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